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Impulse

Lebenssinn

Wenn du den einen Tag annehmen kannst, der dir nichts bringt,
der dich mit Schmerzen betäubt, der dir jede Stunde deutlich macht,
dass du unsäglich vernachlässigt bist,
der dir die Welt verschließt, der sich deiner nicht erbarmt,
wenn du ihn annehmen kannst, wie ein Geheimnis,
wie ein großes Versprechen
dann wirst du vielleicht spüren, dass dich das Leben mit diesem Tag tauft
und dir zumutet und zutraut, den Sinn zu finden.
So stark bist du, so konzentriert auf das Überleben.
Und wenn du einen Tag gewonnen hast, hast du dein Leben gewonnen.
Dann kann es geschehen, dass du vergisst, was hinter dir liegt,
und dich an das erinnerst, was vor dir wartet.
Du wirst tun, was du nie tun konntest.

Ulrich Schaffer

Bitte um Frieden

Auferstandener Christus,
in Stille vor dir steigt dieses inständige Gebet in uns auf:
Mögen die Waffen schweigen überall auf der Welt wo Krieg herrscht!
Nimm in deiner Liebe all die auf,
die durch Gewalt und Krieg ihr Leben verlieren;
tröste die Familien in ihrer Trauer;
steh denen bei, die ins Exil gezwungen sind.

Trotz des unbegreiflichen Leids glauben wir,
dass deine Worte der Liebe
und des Friedens niemals vergehen.
Du hast dein Leben am Kreuz hingegeben
und uns eine Zukunft aufgetan, auch über den Tod hinaus.
Deshalb bitten wir dich:
Gib uns deinen Frieden.
Du bist unsere Hoffnung. Amen.

Nach einem Gebet aus Taizé
(aus dem Gebetsheft unserer Ordensgemeinschaft)

Josef der Hörende

Josef, du bist der Hörende, der Empfangende, der für Gott ganz Offene.
An der Wende vom Alten zum Neuen Testament
stehst du als der fragende und glaubende Mann.
Mit dem sorgenden Herzen des Vaters
begleitest du den Sohn Gottes auf seinem Lebensweg.

Josef, du bist uns nahe, du bist gemeinsam mit uns auf dem Weg.
Du bist uns Hilfe, Stütze und Führung.
Du hast dein Ziel, in Gott zu leben, gefunden,
und begleitest voll Liebe alle, die ihn suchen.
Dein Leben war geprägt von der Treue zum Herrn.

Josef, du bist zugegen auch in der Kirche von heute,
voll liebender Sorge schaust du auf sie.
Du warst in deinem Leben ganz auf Gott ausgerichtet.
Hilf uns, zu hören wie du: Die Botschaft Gottes für uns.
Josef, du Bruder im Glauben, bitte für uns!
Verfasser unbekannt

Dir gebührt Ehre

Gott, du weites Meer der Gnade,
du tiefe Glut der Liebe,
du sprühende Schöpferkraft.
Alle Ehre gebührt dir, guter Gott.
Jesus Christus,
du mildes Licht der Hoffnung,
du lebendige Gegenwart des Wortes Gottes,
du ewiges Leben.
Alle Ehre gebührt dir, guter Gott.
Heiliger Geist,
du fröhlicher Wind der Gewissheit,
du heilsame Unruhe, du verlockende Sehnsucht.
Alle Ehre gebührt dir, guter Gott.
Heiliger, dreieiniger Gott,
dir bringen wir unsere Anbetung und Liebe,
heute und alle Tage und in Ewigkeit. Amen.
Verfasser unbekannt
(Aus dem Gebetsheft unserer Ordensgemeinschaft)

Gelübde

Nein
ich habe mich nicht versprochen
Denn mein Versprechen gilt
In ihm bin ich es selber
Mein Wort und ich sind eins
Treue ist wie eine Wurzel
die hinabreicht bis ins Grundwasser der ersten Liebe
Und in dieser Tiefe Halt und Nahrung findet
Wo ich verwurzelt bin
da stehe ich
Und das Gelübde ist kein Konservierungsmittel
Vielmehr ein belebendes Element
Das die stets wandelnde Geschichte von innen zu verwandeln sucht
Durch Sinn und Richtung
Damit das Leben nicht wie ein zerschellter Krug in Bruchstücke zerfällt
Sondern ein Ganzes wird und ich ganz werde in ihm
(Text „Gelübde“ von Andreas Knapp aus: „Brennender als Feuer“)

Veni, Sancte Spiritus

Komm, Geist Gottes des Vaters und des Sohnes.
Komm, Geist der Liebe, Geist der Kindschaft, Geist des Friedens, Geist der Zuversicht,
der Kraft und der heiligen Freude. Komm, du geheimer Jubel in den Tränen der Welt.
Komm, du siegreiches Leben im Tod der Erde. Komm, du Licht der ewigen Wahrheit.
Komm, du Liebe, die in unseren Herzen ausgegossen ist. So komm täglich neu und mehr.
Auf dich vertrauen wir. Worauf können wir sonst vertrauen?
Dich lieben wir, weil du die Liebe selber bist. In dir haben wir Gott zum Vater, weil du in uns rufst: Abba, lieber Vater.
Wir danken Dir, du Lebendigmacher, du Heiliger Geist, dass du in uns wohnst,
dass du selbst das Siegel des lebendigen Gottes in uns hast sein wollen, das Siegel, dass wir sein Eigentum sind.
Bleib bei uns. Verlass uns nicht. Nicht im bitteren Kampf des Lebens.
Und nicht am Ende, wo uns alles verlässt.
Veni, Sancte Spiritus.

Karl Rahner

Gemeinschaft

Als Ordenschristen leben wir in Gemeinschaft, zusammen mit anderen, die alle recht unterschiedlich sind, Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen, die verschiedenen Altersgruppen angehören, es gibt verschiedene Nationalitäten, Prägungen oder Gewohnheiten. Das macht das Zusammenleben manchmal schwer, oft aber bereichernd und spannend. Jede trägt mit ihren Gaben und Talenten zum Ganzen bei. Uns eint der Ruf in die Nachfolge Christi zu einem Leben nach den evangelischen Räten und im tätigen Apostolat in dieser Gemeinschaft.

"Wenn einer alleine träumt,
ist es nur ein Traum.

Wenn viele gemeinsam träumen,
ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“

Helder Camara

Bleiben oder gehen? - 10 gute Gründe in der Kirche zu sein

  1. Hoffnung statt Zukunftsangst  -  In der Kirche hören Sie die gute Nachricht von der Liebe Gottes zu den Menschen und zu seiner Schöpfung. Angesichts des Leids und des Bösen in der Welt ist es nicht immer leicht, darauf zu vertrauen.
  2. Besinnung statt Hektik  -  Kirchen sind zweckfreie Räume, stille Oasen inmitten des oft hektischen Alltags. In Kirchen können Sie zur Ruhe kommen und Gottes Gegenwart spüren.
  3. Halt statt Uferlosigkeit  -  Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihren Liedern und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich für die Beibehaltung dieser Tage ein und erinnert an die Notwendigkeit von Haltepunkten im Treiben des Lebens.
  4. Klarheit statt Gleichgültigkeit  -  Im Leben Jesu können Sie wahre Werte erkennen: Friedfertigkeit und Mut zur Wahrheit, Nächstenliebe und Ehrfurcht vor dem Leben. Das sind Maßstäbe, die für die Kirche gelten, auch wenn sie ihnen im Lauf der Geschichte nicht immer gerecht wurde.
  5. Auftanken statt Abstottern  -  In der Kirche wird Ihnen Segen zugesprochen. Hier herrscht nicht das Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Sie können vielmehr spüren, wie gut es tut, zu empfangen und das Leben als Geschenk zu entdecken.
  6. Wertschätzung statt Bewertung  -  Die christliche Botschaft betont die Würde und Einmaligkeit jedes Menschen. Sie werden nicht beurteilt, sondern ernst genommen als eigenverantwortlicher Mensch mit Ihren Gaben und Eigenheiten, Stärken und Schwächen. In die Kirche dürfen Sie kommen, wie Sie sind!.
  7. Solidarität statt Egoismus  -  Die Liebe Gottes gilt allen Menschen seiner Schöpfung. Menschen in der Kirche fühlen sich darum auch mit den Schwachen und Benachteiligten in Nah und Fern verbunden. Zahlreiche Hilfsprojekte machen dies deutlich. Christen treten mit ihrem Gebet und mit ihrer Tatkraft für andere ein.
  8. Gemeinsamkeit statt Einsamkeit  -  Die Kirche bildet eine Gemeinschaft ganz unterschiedlicher Menschen. Trotz aller Unterschiede verbindet diese Menschen die Aufgeschlossenheit für die Botschaft Jesu Christi und ihre Bedeutung für die heutige Zeit.
  9. Vergebung statt Verdrängung  -  Auch Christinnen und Christen leben nicht frei von Konflikten. Die Kirche erinnert daran, dass Jesus uns Mut gemacht hat, zu unseren Fehlern zu stehen und einander zu vergeben. Solche Erfahrungen helfen Menschen, sich auf Neuanfänge einzulassen und so Konflikte zu bewältigen.
  10. Kulturelle Aufgeschlossenheit statt Einseitigkeit  -  Kirchliche Musik und Kunst vieler Jahrhunderte sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur. Durch die Auseinandersetzung auch mit Kunst und Kultur nimmt die Kirche einen wichtigen Bildungsauftrag wahr.
    Cityseelsorge Krefeld
Lebensbaum

Lebensbaum

Trage mich, Grund, auf dem ich stehe.
Getragen kann ich Lasten tragen.
Nähre mich, Grund, in dem ich wurzle.
Genährt kann ich zur Nahrung werden.
Halte mich, Wurzelgrund, aus dem ich wachse.
Gehalten kann ich and´re halten.
Segne mich, du Urgrund meines Lebens,
gesegnet kann ich Segen sein. Amen.

Annette Gawaz

Foto: niko photos auf Unsplash

Aufbruch und Neubeginn

Aller Anfang bedeutet Aufbruch,
bringt Wagnis und Entwicklung,
birgt Neugier und Neuland in sich.

Aller Anfang ist Wagnis,
weckt Hoffnung und Ängste, schafft Sehnsucht und Zukunft.

Aller Anfang fordert Abschied,
verlangt Loslassen und Mut,
er heißt Wachstum und Reife.

Aller Anfang weckt bisher ungeahnte, schöpferische Kräfte,
die entstehen im Gehen des neuen Weges,
Schritt für Schritt, beharrlich und geduldig.

Paul Weismantel

Missionsschwestern
vom heiligen Namen
Mariens e.V.

Östringer Weg 120
D-49090 Osnabrück
Tel: 0541 691100
Fax: 0541 6911028
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