Impulse
Nein, ich habe mich nicht versprochen, denn mein Versprechen gilt.
In ihm bin ich es selber, mein Wort und ich sind eins.
Treue ist wie eine Wurzel, die hinabreicht bis ins Grundwasser der ersten Liebe,
und in dieser Tiefe Halt und Nahrung findet.
Wo ich verwurzelt bin, da stehe ich.
Und das Gelübde ist kein Konservierungsmittel,
vielmehr ein belebendes Element,
das die stets wandelnde Geschichte von innen zu verwandeln sucht.
Durch Sinn und Richtung,
damit das Leben nicht wie ein zerschellter Krug in Bruchstücke zerfällt,
sondern ein Ganzes wird, und ich ganz werde in ihm.
„Gelübde“ von Andreas Knapp aus: „Brennender als Feuer“
Früher Frühling
Zwischen Februar und März
Liegt die große Zeitenwende,
und, man spürt es allerwärts,
mit dem Winter geht`s zu Ende.
Schon beim ersten Sonnenschimmer
Steigt der Lenz ins Wartezimmer.
Keiner weiß, wie es geschah,
und auf einmal ist er da.
Manche Knospe wird verschneit
Zwar im frühen Lenz auf Erden.
Alles dauert seine Zeit,
nur Geduld, es wird schon werden.
Folgt auch noch ein rauher Schauer,
lacht der Himmel umso blauer.
Leichter schlägt das Menschenherz
zwischen Februar und März.
Fred Endrikat
Mit dem heutigen Tag beginnt eine besondere Zeit. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr, der Versöhnung, der Erneuerung - eine Zeit der Vergewisserung, dass Gott uns allen ein Leben in Fülle schenken möchte.
Wir wünschen allen eine gesegnete Zeit mit guten Erfahrungen und einer wachsenden Vorfreude auf das Osterfest.
Fasten heißt lernen, mit den einfachen Dingen glücklich zu sein.
Fasten heißt, sich freimachen von den tausend Fesseln der tausend Dinge.
Fasten heißt, die einfachen kleinen Freuden in Dankbarkeit zu genießen.
Phil Bosmans
Trage mich, Grund, auf dem ich stehe.
Getragen kann ich Lasten tragen.
Nähre mich, Grund, in dem ich wurzle.
Genährt kann ich zur Nahrung werden.
Halte mich, Wurzelgrund, aus dem ich wachse.
Gehalten kann ich and´re halten.
Segne mich, du Urgrund meines Lebens,
gesegnet kann ich Segen sein. Amen.
Annette Gawaz
Foto: niko photos auf Unsplash
Nach dem Fest der Taufe des Herrn am 11. Januar kehren wir nach der weihnachtlich geprägten Zeit wieder in den Alltag zurück. Nehmen wir die Festfreude der vergangenen Wochen mit hinein!
Mit Gedanken von Andreas Knapp wünschen wir allen weiterhin eine gesegnete Zeit!
Wie tief muss ich untergetaucht werden
bis ich dem Leben auf den Grund komme
Wie rein muss ich gebadet werden
bis meine Haut durchatmet wird vom Licht
wie zart muss mir gesagt werden
dass ich geliebt bin
bis ich es wirklich glauben kann
Aller Anfang bedeutet Aufbruch,
bringt Wagnis und Entwicklung,
birgt Neugier und Neuland in sich.
Aller Anfang ist Wagnis,
weckt Hoffnung und Ängste, schafft Sehnsucht und Zukunft.
