Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens



Vom Gut Nette zum Mutterhaus Kloster Nette

Gut Nette ist in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus einem Bauernhof „tor Nette“ hervorgegangen. Der Gründer des Gutes war Jobst von Kerssenbrock. 

Die gesamte Anlage hatte damals wahrscheinlich die Form eines kleinen rechteckigen Kastells mit vier Ecktürmen, von denen die Reste des nordwestlichen noch heute zu erkennen sind. Der nordöstliche Turm wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den Bau der Kapelle mit einbezogen.

Das Gut wechselte im Laufe der Jahrhunderte häufig den Besitzer.

1925 erwarb es Bischof Dr. Wilhelm Berning für erholungsbedürftige Mütter.

1941 fanden hier die von der Gestapo aus Meppen vertriebenen Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens eine Zuflucht.

1946 entschied ihr Gründer, Bischof Dr. Wilhelm Berning,  dass das Mutterhaus nicht nach Meppen zurückverlegt wird, sondern in Osnabrück-Haste bleibt. So wurde aus Gut Nette Kloster Nette.

Altes Gutshaus

1674 wurde das Gutshaus (linker Gebäudeteil) von Otto Heinrich von Grothaus gebaut,  im 19. Jahrhundert erhielt es seine heutige Gestalt.

Exerzitienhaus

Die Nutzung des Gutes als Kloster und Mutterhaus machte nach dem 2. Weltkrieg zahlreiche Erweiterungen und Umbauten notwendig. Für die Schwestern wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Exerzitienhaus errichtet. Hier fanden auch Feste und Feiern der Kongregation statt. 

Nachdem dieses Haus baulich und funktional nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, wurde an gleicher Stelle ein neues Exerzitienhaus errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 8. Mai 2013, die Einweihung des Hauses durch Bischof Dr. Franz-Josef Bode am 11. April 2014.



"Erst das Schweigen tut uns das Ohr auf
für den inneren Ton in allen Dingen.  (...)
Und auch im Wort 
des anderen Menschen
vernimmt nur ein Schweigender
das Eigentliche;
das, was gemeint ist."


Romano Guardini


Impressionen vom Klostergelände

Kloster Nette - Kopfgrafik